Libanon
Erneut Kritik an israelischem Militär wegen Beschuss von UNO-Friedenstruppe UNIFIL

Nach dem erneuten Beschuss der UNO-Friedenstruppe im Libanon durch das israelische Militär wächst die Kritik im Ausland.

    Das Satellitenbild von Planet Labs PBC vom 8.10.2024 zeigt den Stützpunkt der UNIFIL-Mission im Libanon in der Küstenregion Nakura.
    Die UNIFIL-Mission im Libanon (hier ein Luftbild) ist vom israelischen Militär beschossen worden. (AFP / Planet Labs PBC)
    Frankreich, Italien und Spanien veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, in der sie die Angriffe verurteilen. Diese seien nicht zu rechtfertigen, und Israel verstoße damit gegen internationale Verpflichtungen. In Washington antwortete US-Präsident Biden auf die Frage von Reportern, ob er Israel auffordere, derartige Angriffe zu unterlassen, mit den Worten: "Auf jeden Fall". Gestern und heute waren insgesamt vier Blauhelmsoldaten am Hauptquartier der UNIFIL-Mission in Nakura verletzt worden. Das israelische Militär bestätigte in beiden Fällen, in der Nähe im Einsatz gewesen zu sein. Zudem hieß es, man habe die UNO-Soldaten aufgefordert, geschützte Bereiche nicht zu verlassen.
    Das israelische Militär geht im Libanon nach eigenen Angaben verstärkt gegen die militant-islamistische Hisbollah vor und wirft dieser vor, auch in der Nähe von UNO-Stützpunkten zu agieren.
    Diese Nachricht wurde am 11.10.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.