
Der Komplex soll an der Küste in einem Gebiet entstehen, das ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel und Flamingos ist. Die Demonstranten trugen darum erneut Schilder mit Flamingos und forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Rama.
Die Proteste gegen die Bauvorhaben in der Lagune Vjosa-Narta und auf der fast unbewohnten Insel Sazan dauern bereits seit zwei Wochen an. Die Bauprojekte werden auch mit dem Schwiegersohn von US-Präsident Trump, Jared Kushner, in Verbindung gebracht. Kushner unterstützt die Entwicklung über seine Investmentfirma Affinity Partners. Diese hat für das Projekt von den albanischen Behörden einen besonderen Investorenstatus erhalten. Kushners Ehefrau Ivanka Trump hatte in einem Interview gesagt, man sei im Urlaub zufällig auf die Insel gestoßen. Sie war in Zeiten des Kommunismus ein Militärstützpunkt.
Ministerpräsident Rama wies die Einwände von Umweltschützern als unbegründet zurück. Das Projekt werde die großen Investoren ins Land locken, sagte der Regierungschef.
Die albanische Regierung versucht seit einiger Zeit, ihre Wirtschaft durch den Tourismus anzukurbeln. Die Familie von Trump hat weltweit vielfach in Luxusprojekte investiert.
Diese Nachricht wurde am 14.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
