
Redner warfen ihm vor, durch seine Blockadehaltung ein Abkommen zur Freilassung von Geiseln in der Gewalt der Hamas zu verhindern. Viele marschierten vor Netanjahus Residenz in Jerusalem.
Netanjahu regiert seit Ende 2022 in einer Koalition mit ultrareligiösen und rechtsextremen Partnern. Diese sind strikt gegen Zugeständnisse an die Hamas. Kritiker werfen Netanjahu vor, an der Koalition festzuhalten, weil er bei Neuwahlen unterliegen könnte. Der Verlust des höchsten Regierungsamtes würde zudem die strafrechtliche Verfolgung von Korruptionsfällen beschleunigen, in die Netanjahu verwickelt sein soll.
Seit Monaten treten die von den USA, Ägypten und Katar vermittelten indirekten Gespräche über Geiselfreilassungen und eine Waffenruhe im Gaza-Krieg auf der Stelle. Eine weitere Verhandlungsrunde in Kairo brachte gestern keine Fortschritte, wie Medien berichteten.
Diese Nachricht wurde am 04.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.