Migration
Erneut Toter bei Einsatz von US-Einwanderungsbehörde ICE

In den USA ist ein weiterer Mensch bei einem Einsatz der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE getötet worden.

    Bei einem Einsatz in Portland, Oregon im Februar 2026 stehen ICE-Agenten in Uniform und mit Masken in einer Wolke aus Tränengas und halten Tränengaswaffen in der Hand.
    Beim Einsatz der US-Einwanderungsbehörde wurde erneut ein Mensch getötet (Archivbild). (Getty Images / Anadolu / Sean Bascom)
    Der Vorfall ereignete sich in der Kleinstadt Biddeford im nördlichen Bundesstaat Maine. Laut örtlichen Bürgerrechtsorganisationen wurde ein Kolumbianer, der eine US-Arbeitserlaubnis besaß, erschossen. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt; die Ermittlungen laufen.
    Es ist der zweite tödliche Vorfall binnen weniger Tage. Am vergangenen Dienstag hatte ein ICE-Beamter im Bundesstaat Texas einen Autofahrer erschossen, der sich der Behörde zufolge einer Festnahme entziehen wollte.
    Schon im Januar hatten ICE-Einsatzkräfte im Bundesstaat Minnesota zwei Menschen erschossen. Angaben der US-Regierung, wonach die Agenten in Notwehr gehandelt hätten, wurden durch Videoaufnahmen von Passanten in Frage gestellt beziehungsweise widerlegt. Die Schüsse führten zu wochenlangen Protesten in der Region.
    Diese Nachricht wurde am 13.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.