Schlafforschung
Erschöpft statt erholt vom Träumen

Manche Menschen träumen regelmäßig so intensiv, dass sie oft vollkommen erschöpft aufwachen. Dies kann ein Maß erreichen, dass sogar das Leben davon beeinträchtigt wird. Hyperonirismus wird das Phänomen genannt, dem sich erneut Forschende gewidmet haben.

    Das Bild zeigt eine Frau, die sich nach dem Aufwachen im Bett streckt.
    Aufwachende Frau nach dem Schlaf (Symbolbild zur Illustration des Themas) (Unsplash | Kinga Howard)
    Sie haben ihre Erkenntnisse in einem Artikel für das Fachmagazin L'Encéphale zusammengefasst. Ihrer Meinung nach sollte Hyperonirismus als eigene Störung anerkannt werden - und nicht nur als Symptom, zum Beispiel in Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen.
    Allerdings gibt es bislang kaum Forschung zu den "epischen" Träumen. In dem Artikel werden vier Fallbeispiele von Betroffenen geschildert, bei denen es nicht nur um Albträume geht. Das Problem liegt in der Intensität der Träume. Von Hyperonirismus Betroffene haben das Gefühl, die ganze Nacht hindurch geträumt zu haben.
    Die Ursache ist unklar. Die Forschenden sagen, dass es etwas mit der REM-Phase zu tun haben könnte. Das ist die Phase, in der wir typischerweise intensiv träumen. Bei den Betroffenen wurden zum Beispiel oft kleine Unterbrechungen dieser REM-Phase festgestellt. Das kann die Traumerinnerung verstärken.
    Diese Nachricht wurde am 25.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.