
Die amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Fehrs, sprach von einem eklatanten Versagen in Kirche und Diakonie und bat die Betroffenen um Entschuldigung. Diakonie-Präsident Schuch räumte ein, der evangelische Wohlfahrtsverband habe in seinem Schutzauftrag versagt. Jetzt müssten die gesamte Praxis und Kultur der Arbeit geprüft und gegebenenfalls tiefgreifend verändert werden. Bundesfamilienministerin Lisa Paus nannte die Studienergebnisse erschreckend und forderte eine umfassende Aufarbeitung.
Laut der von der EKD beauftragten unabhängigen Studie sind in der Evangelischen Kirche und in der Diakonie etwa 2.200 Betroffene sexualisierter Gewalt und 1.259 Beschuldigte offiziell erfasst worden. Nach Angaben der Autoren handelt es sich bei diesen Zahlen nur um die "Spitze des Eisbergs".
Diese Nachricht wurde am 25.01.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
