ARD-SZ-Zeit-Recherche
Erste Anklage gegen mutmaßlichen Nord-Stream-Saboteur

Im Fall der gesprengten Nord-Stream-Pipelines hat der Generalbundesanwalt Anklage gegen einen Ukrainer erhoben.

    Das Gasleck in der Nord-Stream-Pipeline in der Nähe von Bornholm im Jahr 2022 aus der Luft
    Es gibt eine erste Anklage gegen einen Saboteur der Nord-Stream-Pipeline. (picture alliance / AP / Uncredited)
    Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann einen Angriff auf zivile Infrastruktur vor. Dies ist nach dem Völkerrecht ein Kriegsverbrechen. Die Kanzlei des inhaftierten Ukrainers bestätigte entsprechende Medienberichte. Wie ARD, Süddeutsche Zeitung und Die Zeit berichten, soll der ehemalige Soldat sich in abgehörten Telefonaten selbst belastet haben.
    Der Ukrainer sitzt seit vergangenem Jahr in Untersuchungshaft. Nach Erkenntnissen der Ermittler soll er das Team angeführt haben, dass im September 2022 die Anschläge auf die Pipelines ausgeführt hatte. Drei der vier Stränge von Nordstream Eins und Zwei wurden zerstört. Diese dienten dem Transport von russischem Gas - unter anderem nach Deutschland.
    Diese Nachricht wurde am 01.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.