Regional- und Kommunalwahlen England
Erste Ergebnisse: Zugewinne für Reform UK - Verluste für Labour, Starmer lehnt Rücktritt ab

Angesichts deutlicher Verluste seiner Labour-Partei bei den Regional- und Kommunalwahlen in England hat der britische Premierminister Starmer die Verantwortung übernommen. Einen Rücktritt schloss er aus. Erste Ergebnisse deuten auf große Zugewinne für die rechtspopulistische Partei Reform UK.

    Der britische Premierminister Keir Starmer und seine Frau Victoria kommen in einem Wahllokal im Zentrum Londons an.
    Der britische Premierminister Keir Starmer und seine Frau Victoria vor eimem Wahllokal in London. (AP / dpa / Kirsty Wigglesworth)
    Er wolle bei der nächsten Parlamentswahl erneut antreten, betonte der Labour-Politiker. Starmer fügte hinzu: "Tage wie diese ändern nichts an meiner Entschlossenheit, den Wandel herbeizuführen, den ich versprochen habe." Britische Medien spekulierten erneut über eine mögliche Ablösung des Regierungschefs durch seine Partei.

    Partei von Brexit-Vorkämpfer Farage gewinnt aus dem Stand fast 400 Mandate

    Nach Auszählungen in 45 von 136 Bezirken in England verzeichnete die Reform-Partei Reform UK von Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage aus dem Stand beinahe 400 Mandate. Die Sozialdemokraten von Labour verloren mehr als 250 Sitze. Auch Grüne und Liberaldemokraten konnten Sitze hinzugewinnen, wenn auch in geringerem Ausmaß. Die oppositionellen Konservativen büßten etwa 160 Mandate ein. In Newcastle under Lyme in den Midlands errang Reform UK die absolute Mehrheit in einem Bezirksrat.
    Reform-Chef Farage sprach von einem "historischen Wandel in der britischen Politik". Angesichts starker Zugewinne seiner Partei in früheren Labour-Hochburgen sei die traditionelle Unterscheidung zwischen rechts und links obsolet, sagte Farage laut der Nachrichtenagentur PA.
    In Schottland und Wales konnten die Bürgerinnen und Bürger die Zusammensetzung der Regionalparlamente neu bestimmen. Hier liegen bisher keine Ergebnisse vor.
    Diese Nachricht wurde am 08.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.