Wattenmeer
Erste Flüge für Seehund-Zählungen

An der niedersächsischen Küste beginnen die ersten Flüge zur Zählung des Bestands der Seehunde im Wattenmeer. Bei Niedrigwasser sollen zwei Propellermaschinen mit Beobachtern an Bord zeitgleich im ostfriesischen Norddeich und in Mariensiel bei Wilhelmshaven starten.

11.06.2024
    Ein Seehund am Wattenmeer
    Ein Seehund am Wattenmeer (imago / Imagebroker)
    Das teilte das zuständige Landesamt in Oldenburg mit. An der Zahl der Tiere können Wissenschaftler erkennen, wie sich der Bestand entwickelt und welche Rückschlüsse sie ziehen müssen. "Seehunde sind ein wichtiger Bioindikator für den einzigartigen Lebensraum Wattenmeer", erklärte das Landeamt. Für die Zählungen eignet sich Niedrigwasser, weil sich die Tiere dann auf Sandbänken sammeln, etwa um sich zu sonnen. 
    Bis Mitte August soll es noch an vier weiteren Tagen Zählflüge geben. Zeitgleich wird auch in den anderen Ländern gezählt. Die Aktion ist Teil eines internationalen Schutzabkommens zwischen Deutschland, Dänemark und den Niederlanden.

    Seehundbestand an niedersächsicher Küste stabilisiert

    Der Seehundbestand hat sich in den vergangenen Jahren laut Landesamt an der niedersächsischen Küste auf hohem Niveau stabilisiert. 2023 wurden zwischen Ems und Elbe 8.912 Tiere gezählt. Im gesamten Wattenmeer waren es im vergangenen Sommer nach Angaben des trilateralen Wattenmeersekretariats 22.621. Damit wurden insgesamt gesehen im dritten Jahr in Folge etwas weniger Tiere gezählt.
    Diese Nachricht wurde am 11.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.