
Wie das Staatsfernsehen unter Berufung auf die Wahlkommission berichtete, soll die konstituierende Zusammenkunft der Kammer zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Ein Grund für den Aufschub sowie ein möglicher neuer Termin wurden nicht genannt.
Syriens Übergangsregierung unter Interimspräsident al-Scharaa hatte die Vorbereitungen für die Einsetzung des neuen Parlaments erst vor wenigen Tagen abgeschlossen. Al-Scharaa ernannte die letzten 70 Abgeordneten. Die übrigen zwei Drittel der Parlamentsmitglieder waren von Wahlkomitees bestimmt worden. Die Bildung des neuen Parlaments gilt als Test für al-Scharaas politische Versprechen nach dem Sturz der Assad-Diktatur. Das frühere Parlament, das die Macht Assads gestützt hatte, war nach al-Scharaas Machtübernahme aufgelöst worden.
Menschenrechtsorganisationen und zivilgesellschaftliche Gruppen kritisierten das Auswahlverfahren für die neuen Parlamentarier als undemokratisch.
Diese Nachricht wurde am 06.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
