Ukraine-Krieg
Erster Gesprächstag in Genf zwischen Ukrainern und Russen beendet

In der Schweiz ist der erste von zwei Verhandlungstagen zwischen der Ukraine und Russland beendet. Nach dem gemeinsamen Teil sei die Arbeit in thematischen Gruppen fortgesetzt worden, teilte der ukrainische Verhandlungsführer Umjerow mit.

    Ukraine-Krieg: Verhandlungen in Genf. Das Foto zeigt die Verhandlungsführer
    Ukraine-Krieg: Verhandlungen in Genf (dpa-news/Ukrainian National Security)
    Die Unterhändler haben sich demnach auf praktische Fragen und Mechanismen möglicher Lösungen konzentriert, wie es hieß. Umjerow erwähnte dabei einen politischen und einen militärischen Block. Am Mittwoch würden die Gespräche fortgesetzt.

    Auch Vertreter europäischer Staaten einbezogen

    Der US-amerikanische Chefunterhändler Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Trump, Kushner, vermitteln zwischen den Kriegsgegnern. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP wurden auch Vertreter aus vier europäischen Staaten in die Gespräche einbezogen. Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien seien mit Sicherheitsberatern vertreten.
    Im Kern geht es bei den Verhandlungen um territoriale Ansprüche Russlands. Moskau verlangt von der Ukraine, die gesamte Donbass-Region abzutreten; auch die Gebiete, die derzeit nicht vom russischen Militär kontrolliert werden. Kiew lehnt das ab.

    US-Denkfabrik berichtet von Geländegewinnen der Ukraine

    Laut einer Datenanalyse der US-Denkfabrik "Institute for the Study of War" hat die ukrainische Armee innerhalb weniger Tage so große Geländegewinne verzeichnet wie seit knapp drei Jahren nicht mehr. Sie habe zwischen Mittwoch und Sonntag vergangener Woche mehr als 200 Quadratkilometer Staatsgebiet zurückerobert, ein Großteil davon in der Region Saporischschja.
    Das Institut vermutet, dass das Voranschreiten der ukrainischen Streitkräfte auch auf die Blockierung des russischen Zugangs zum Satellitensystem Starlink zurückzuführen ist. Dadurch werde nicht nur die Kommunikation der Invasoren gestört, sondern auch die Steuerung von Drohnen erschwert.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine: Vor neuen Verhandlungen unter Vermittlung in Genf (Audio)
    Russlands Drohnen fliegen immer weiter – Evakuierungen im Südosten der Ukraine (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 17.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.