
Auch der Abschluss wurde von kleineren Protesten begleitet, berichtete Radio Prag. Die Sudetendeutsche Landsmannschaft sprach dennoch von einem "großen Friedensfest in Brünn". Die tschechische Regierung unter dem rechtsgerichteten Politiker Babiš hatte den Sudetendeutschen Tag im Land abgelehnt. Präsident Pavel befürwortete dagegen das Treffen.
Bundesinnenminister Dobrindt nannte den Sudetendeutsche Tag in Brünn "ein großartiges Zeichen der Versöhnung und des steten gemeinsamen Aufbruchs für eine geeinte und friedliche europäische Zukunft". Mit diesem Ziel im Blick, gedenke man der Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, erklärte der CSU-Politiker dem Deutschlandfunk. Dabei werde man nie die deutsche Schreckensherrschaft in Tschechien vergessen, die unermessliches Leid über die Bevölkerung gebracht habe und die der Vertreibung vorausgegangen sei. Heute stünden mit dem Sudetendeutschen Tag Versöhnung und Freundschaft in Europa im Zentrum.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Besatzung durch die Nationalsozialisten waren rund drei Millionen Deutsche aus dem Sudetengebiet der damaligen Tschechoslowakei vertrieben worden.
Diese Nachricht wurde am 25.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
