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Schweden
Erstes Urteil wegen einer Koranverbrennung

Ein schwedisches Gericht hat zum ersten Mal einen Angeklagten wegen einer Koranverbrennung verurteilt.

    Ein Koran liegt auf einem Tisch.
    In Schweden gab es mehrere Koranverbrennungen. (Dirk Gebhardt)
    Das Bezirksgericht der Stadt Linköping sprach einen 27-jährigen Mann der Volksverhetzung schuldig. Seine Aktion im September 2020 habe sich gezielt gegen Muslime und nicht gegen den Islam als Religion gerichtet, befand das Gericht.
    In Schweden hatte es auch in diesem Jahr mehrfach Aktionen gegeben, bei denen ein Koran angezündet oder die heilige Schrift der Muslime auf andere Weise geschändet wurde. Die Aktionen lösten Massenproteste in muslimisch geprägten Ländern aus. Die schwedische Regierung verurteilte die Koranschändungen und verwies zugleich auf die Meinungsfreiheit.
    Diese Nachricht wurde am 13.10.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.