Wiener Neujahrskonzert
Erstmals dirigierte Yannick Nézet-Séguin

Der diesjährige Dirigent des Wiener Neujahrskonzerts, Yannick Nézet-Séguin, hat beim Auftakt an die Kraft von Freundlichkeit und Güte erinnert. Für den Kanadier war das Neujahrskonzert eine Premiere am Pult.

    Ein nächtlicher Blick auf den Wiener Musikverein; Menschen betreten das beleuchtete Gebäude.
    Ein nächtlicher Blick auf den Wiener Musikverein. (picture alliance / imageBROKER / Liam Cleary)
    Nur mit Freundlichkeit komme der Frieden, sagte der 50-Jährige im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Freundlichkeit im Herzen sei elementar dafür, die Unterschiede zwischen Menschen zu akzeptieren. Die Musik könne alle Menschen vereinen.

    Eine Reihe von Debüts

    Das Neujahrskonzert, das sich vor allem um die Werke der Familie des Walzer-Königs Johann Strauss dreht, stand diesmal im Zeichen einiger Debüts. Erstmals erklang mit dem "Rainbow Waltz" der Pianistin Florence Price (1887-1953) ein Werk einer Afroamerikanerin. Insgesamt wurden fünf Werke erstmals beim Neujahrskonzert gespielt, darunter auch die "Sirenen Lieder" von Josephine Weinlich (1848-1887).

    Im nächsten Jahr erneut Debüt am Pult

    Der russische Dirigent Tugan Sochijew wird 2027 erstmals das größte Klassikevent der Welt dirigieren, wie das Orchester mitteilte. Er war von 2014 bis 2022 Musikdirektor und Chefdirigent des Bolschoi-Theaters in Moskau. Außerdem gastierte Sochijew an den größten Opernhäusern der Welt wie der Metropolitan Opera in New York.

    Jährlich rund 50 Millionen Zuschauer

    Das Konzert wurde via Fernsehübertragung und Stream in mehr als 150 Länder ausgestrahlt. Rund 50 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sind jährlich aus der Ferne mit dabei.
    Diese Nachricht wurde am 01.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.