
Die Experten vermuten, dass sich der Kater mindestens ein paar Wochen in dem Gebiet aufgehalten hat. Auf der Suche nach Wildkatzen verteilen Mitglieder der Stiftung jedes Frühjahr mit Baldrian bestrichene Lockstöcke im Wald. Der Geruch zieht paarungswillige Katzen an. Und wenn sie sich am Holz reiben, bleiben Haare hängen, die untersucht werden können.
Die Organisation will das Monitoring jetzt fortsetzen, um zu erfahren, ob der Kater vielleicht zu einer Wildkatzenfamilie in dem Gebiet gehört - oder nur auf der Durchreise war. Männliche Wildkatzen durchstreifen laut Stiftung in der Regel ein Territorium von 30 bis 60 Quadratkilometern.
In den Nachbarbundesländern Brandenburg und Schleswig-Holstein gab es in den letzten Jahren schon öfter genetische Spuren von Wildkatzen. Die Art gibt es auf der Erde schon seit 10.000 Jahren - bei uns steht sie seit knapp hundert Jahren unter Schutz.
Diese Nachricht wurde am 23.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
