Nach Millionenklage
Erzbistum Köln einigt sich mit Missbrauchsopfer

Das Erzbistum Köln hat sich in einem außergerichtlichen Vergleich auf eine Zahlung an einen Mann geeinigt, der als Kind Opfer von sexualisierter Gewalt durch katholische Priester wurde.

    Das Bild zeigt einen Teil des Kölner Doms im Gegenlicht.
    Erzbistum Köln: Außergerichtlicher Vergleich mit Missbrauchsopfer (dpa/picture alliance/Geisler-Fotopress)
    Wie mehrere Medien berichten, hatte der heute 70-Jährige das Erzbistum auf Schmerzensgeld in Höhe von einer Million Euro verklagt. Das Erzbistum bestätigte die Einigung. Über die Summe wurde Stillschweigen vereinbart. Vor der Schmerzensgeldklage hatte der Mann bereits 60.000 Euro als freiwillige Entschädigung erhalten. Mit dem Vergleich ist laut den Anwälten des Opfers zwar der individuelle Rechtsstreit beendet. Der Fall werfe aber weiterhin grundsätzliche Fragen auf, etwa nach dem tatsächlichen Willen der Kirche, ihre Vergangenheit vollständig offenzulegen.
    Gegen das Erzbistum Köln läuft derzeit ein weiteres Schmerzensgeldverfahren einer missbrauchsbetroffenen Frau.
    Diese Nachricht wurde am 16.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.