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Handelsschifffahrt
Eskalation im Roten Meer: Hapag-Lloyd und Maersk stoppen Fahrten

Nach Angriffen auf Handelsschiffe im Roten Meer stellen die dänische Reederei Maersk und die deutsche Hapag-Lloyd vorübergehend die Schifffahrt in dem Gebiet ein. Man sei zutiefst besorgt über die eskalierte Sicherheitslage im südlichen Roten Meer und im Golf von Aden, sagte Maersk der Deutschen Presse-Agentur.

    Welthandel: Containerhafen und Containerschiffe
    Welthandel: Containerhafen und Containerschiffe (Imago/photosteinmaurer.com)
    Die jüngsten Angriffe seien alarmierend und stellten eine erhebliche Bedrohung für die Sicherheit der Seeleute dar. Auch Hapag-Lloyd teilte der DPA mit, man habe die Schifffahrt im Suezkanal vorerst gestoppt. Am Montag werde man neu entscheiden.

    Baerbock: Angriffe müssen enden - Regierung prüft Marine-Einsatz

    Zuletzt war ein Frachtschiff der Hapag-Lloyd im Roten Meer vom Jemen aus beschossen worden. Laut Reederei gab es keine Verletzten. Außenministerin Baerbock forderte in Berlin, die Angriffe der Huthis auf zivile Handelsschiffe im Roten Meer müssten sofort aufhören. Die Huthi-Rebellen hatten angekündigt, aus Solidarität mit der Hamas, Schiffen mit Verbindung zu Israel den Weg zu versperren. Die Bundesregierung prüft vor dem Hintergrund der Angriffe eine Anfrage der USA, ob die Bundesmarine zu einem Unterstützungseinsatz in der Lage wäre.
    Diese Nachricht wurde am 15.12.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.