
Der notwendige Schutz junger Menschen müsse mit ihren Interessen an digitaler Teilhabe in Ausgleich gebracht werden. Die Einführung eines gesetzlichen Mindestalters für soziale Medien sei dafür nicht geeignet, erklärte Frister. Die für die Stellungnahme verantwortliche zeichnende Philosophin Judith Simon sagte, Kinder und Jugendliche könnten bei der Nutzung sozialer Medien etwa auf KI-Chatbots ausweichen, die derzeit noch unzureichender reguliert seien. Zudem würde ein Mindestalter auf unverhältnismäßige Art und Weise in das Recht der Eltern eingreifen, die Schutzbedürfnisse ihres Kindes selbst auszubalancieren.
Der Ethikrat plädiert für ein Schutzkonzept, das neben sozialen Medien auch andere digitale Angebote einbezieht. Zudem sollten auf europäischer Ebene einheitliche Regelungen getroffen werden, hieß es.
Diese Nachricht wurde am 11.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
