
Kinder und Jugendliche wüchsen heute mit digitalen Angeboten auf, die eine wichtige Rolle bei der Erfüllung ihrer Kommunikations- und Informationsbedürfnisse spielten, sagte der Ethikratsvorsitzende Frister. Der notwendige Schutz junger Menschen müsse mit ihren Interessen an digitaler Teilhabe in Ausgleich gebracht werden. Ein gesetzliches Mindestalter sei dafür nicht geeignet. Der Ethikrat plädierte indes für ein breiteres Schutzkonzept und einheitliche Regelungen auf europäischer Ebene. Auch zahlreiche Experten sehen Pauschalverbote kritisch.
In Kanada wurde unterdessen ein Gesetzentwurf eingebracht. Er zielt auf ein Verbot Sozialer Medien für Kinder unter 16 Jahren ab, sofern die Plattformen nicht nachweislich für Sicherheit sorgen. - Länder wie Australien, Brasilien und Indonesien haben bereits Vorgaben für den Zugang von Kindern zu Sozialen Medien eingeführt oder angekündigt.
Diese Nachricht wurde am 11.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
