Europäische Union
EU-Außenminister verhängen Sanktionen gegen gewaltbereite Siedler im Westjordanland

Die Außenminister der EU-Staaten haben sich auf neue Sanktionen ‌gegen gewaltbereite israelische ⁠Siedler im besetzten Westjordanland verständigt.

    Nach Angriffen jüdischer Siedler auf eine palästinensische Farm nahe Jericho sieht man nur noch die Gerippe einstiger Lagerhallen.
    Zerstörungen durch Siedlergewalt im Westjordanland (Archivbild) (AFP / ILIA YEFIMOVICH)
    Das berichten mehrere Agenturen. Details sollen demnach bekanntgegeben werden, wenn die Sanktionen formell beschlossen werden. Dem Vernehmen nach geht es um zehn Personen und Organisationen. Unter anderem sollen Vermögenswerte eingefroren werden. Die EU-Außenbeauftragte Kallas erklärte auf X, man habe sich auch auf weitere Strafmaßnahmen gegen führende Hamas-Vertreter geeinigt.
    Im Westjordanland leben neben rund drei Millionen Palästinensern mehr als 500.000 Israelis. Seit dem Terroranschlag der Hamas auf Israel 2023 und den darauf folgenden Kriegen in Gaza, im Iran und im Süd-Libanon hat auch die Gewalt im Westjordanland zugenommen.
    Israels Außenminister Saar verurteilte das Vorgehen der Europäischen Union. Die EU habe ohne jegliche Grundlage aus politischen Gründen Sanktionen gegen israelische Bürger verhängt, teilte Saar mit.
    Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.