Europäische Union
EU-Außenminister verhängen Sanktionen gegen Russland und gewaltbereite Siedler im Westjordanland

Die Außenminister der EU-Staaten haben sich auf neue Sanktionen ‌gegen

    Nach Angriffen jüdischer Siedler auf eine palästinensische Farm nahe Jericho sieht man nur noch die Gerippe einstiger Lagerhallen.
    Zerstörungen durch Siedlergewalt im Westjordanland (Archivbild) (AFP / ILIA YEFIMOVICH)
    Russland verständigt.
    Die Strafmaßnahmen richten sich gegen Verantwortliche für die systematische Verschleppung ukrainischer Kinder. Betroffen sind 16 Personen und sieben Organisationen. In der EU werden Vermögenswerte eingefroren. Schätzungen zufolge wurden seit der russischen Invasion in der Ukraine vor vier Jahren etwa 20.500 ukrainische Kinder verschleppt. Viele wurden zur Adoption freigegeben. Der deutsche Europastaatsminister Krichbaum sprach von einer hohen Dunkelziffer. Es sei ein Anliegen der Bundesregierung, dass das Schicksal der Kinder nicht in Vergessenheit gerate.
    Zuvor hatten die EU-Außenminister Sanktionen gegen gewaltbereite israelische ⁠Siedler im besetzten Westjordanland sowie gegen führende Hamas-Vertreter beschlossen. Die EU-Außenbeauftragte Kallas sagte, Extremismus und Gewalt müssten Konsequenzen haben. Seit dem Terroranschlag der Hamas auf Israel 2023 und den darauf folgenden Kriegen in Gaza, im Iran und im Süd-Libanon hat die Gewalt im Westjordanland zugenommen. Israels Außenminister Saar verurteilte das Vorgehen der Europäischen Union.
    Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.