Spanische Exklave
EU berät in Sondersitzung über Lage in Ceuta - Seif (CDU): EU-Asylsystem ist "dysfunktional"

Die EU berät heute in einer Sondersitzung über den Andrang Zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika.

    Rund 60.000 Migranten haben laut den Behörden in den vergangenen Tagen Ceuta erreicht. Viele Menschen drängen sich an der Küste zwischen dem Meer und dem Grenzzaun.
    Rund 60.000 Migranten haben laut den Behörden in den vergangenen Tagen Ceuta erreicht. (IMAGO / Europa Press / IMAGO / Marcos Moreno)
    Geplant sei ein Austausch von Experten der Mitgliedsstaaten, teilte ein Sprecher Irlands mit, das aktuell die Ratspräsidentschaft inne hat. Die Geschehnisse in Ceuta lösten eine neue Debatte über den Umgang mit Migration in Europa aus. Der CDU-Innenpolitiker Seif sagte im Deutschlandfunk, der Vorfall zeige, dass das europäische Asylsystem dysfunktional sei. Die EU ziehe vor allem Menschen an, die keinen erkennbaren Schutzanspruch hätten. Das derzeitige Migrationssystem sei inhuman, da viele tatsächlich Schutzbedürftige oft keine Chance hätten, nach Europa zu kommen, erklärte Seif.
    Nach Angaben des spanischen Außenministeriums sind inzwischen nahezu alle irregulär nach Ceuta eingereisten Menschen auf marokkanisches Gebiet zurückgekehrt. EU-Migrationskommissar Brunner teilte mit, keine einzige Person habe die Grenze zum europäischen Festland überschritten.
    Diese Nachricht wurde am 01.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.