Mittwoch, 17. April 2024

Erdbeben in Taiwan
EU bietet Hilfe an

Nach dem schweren Erdbeben vor der Ostküste Taiwans hat die EU ihre Hilfe angeboten. Ratspräsident Michel schrieb bei X, man sei bereit, jede Unterstützung zu leisten, die benötigt werde. Den Familien der Opfer sprach er sein Beileid aus.

03.04.2024
    Taiwan, Hualien: Ein starkes Erdbeben hat die gesamte Insel Taiwan erschüttert, Gebäude in einer Stadt zum Einsturz gebracht und einen Tsunami ausgelöst, der japanische Inseln anschwemmte.
    Bei einem Erdbeben vor Taiwan hat es mehrere Tote gegeben. (TVBS via AP/dpa)
    Insgesamt wurden nach dem Erdbeben bislang neun Tote und mehr als 900 Verletzte gemeldet. Zahlreiche Menschen sind noch unter eingestürzten Häusern verschüttet. Zwei Deutsche konnten inzwischen aus einem Tunnel befreit werden, in dem sie eingeschlossen waren.
    Die Erdstöße erreichten verschiedenen Messungen zufolge eine Stärke von 7,2 bis 7,7. Das Seismologische Zentrum Taiwans teilte mit, es handele sich um das stärkste Erdbeben seit 25 Jahren. Die Erdstöße waren nach Auskunft der Behörden auch auf dem chinesischen Festland zu spüren, unter anderem in der Millionenmetropole Shanghai. China bot Taiwan Katastrophenhilfe an. Auch Japans Premierminister Kishida stellte Unterstützung in Aussicht.

    Befürchteter Tsunami bleibt aus

    Tsunami-Warnungen in Japan und auf den Philippinen für weite Küstenregionen wurden später wieder aufgehoben. Einige Provinzen wurden laut Behördenangaben zwar von kleineren Flutwellen getroffen, diese seien aber nicht so verheerend ausgefallen wie anfangs prognostiziert, hieß es.
    Das letzte schwere Erdbeben in Taiwan ereignete sich den Behörden zufolge 1999. Damals kamen 2.400 Menschen ums Leben. 50.000 Gebäude wurden zerstört oder schwer beschädigt.
    Diese Nachricht wurde am 03.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.