
Deshalb empfiehlt der Ausschuss eine entsprechende Einstufung der Chemikalie durch die EU-Kommission. TFA wird zum Beispiel als Unkrautvernichtungsmittel genutzt, sowie für Heiz- und Kühlsysteme. Die Chemikalie gehört zu 25 PFAS-Stoffen, auf die künftig auch Flussläufe und Seen in der EU überprüft werden sollen. PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind Industriechemikalien, die etwa für die Beschichtung von Pfannen oder Funktionskleidung zum Einsatz kommen, weil sie wasser- und fettabweisend sind. Sie können sich in der Umwelt nicht vollständig abbauen und sich auch in Organismen anreichern.
Bundesregierung lehnt vollständiges PFAS-Verbot ab
Ende März hatte die Echa bereits ein weitreichendes Verbot von Ewigkeitschemikalien empfohlen, wobei sie aber eine Reihe von Ausnahmen als sinnvoll einstufte. Die Bundesregierung hat ein allgemeines PFAS-Verbot bislang abgelehnt, auch, weil es an Alternativen mangelt. Experten erhoffen sich nun von der Entscheidung der Chemikalienbehörde mehr Druck für eine politische Lösung.
Diese Nachricht wurde am 10.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
