Gesundheit
EU-Gesundheitsbehörde: Sexuell übertragbare Krankheiten breiten sich in Europa schneller aus

In Europa werden mehr Infektionen mit sexuell übertragbaren Krankheiten bestätigt. In den vergangenen zehn Jahren sind die gemeldeten Fälle von Gonorrhö, Syphilis und Chlamydien deutlich gestiegen, wie die EU-Gesundheitsbehörde ECDC mitteilte.

    Vor lilafarbenem Hintergrund sind mehrere schlangenartige Bänder in orange zu sehen.
    Elektronische mikrografische Darstellung des Bakteriums Treponema pallidum, das Syphilis hervorruft. (IMAGO / BSIP)
    Im Jahr 2023 gab es EU-weit mehr als 350.000 bestätigte Infektionen mit den drei Krankheiten. Die ECDC rief dazu auf, sich behandeln zu lassen und grundsätzlich Kondome zu verwenden.
    Laut der EU-Behörde sind vor allem Männer, die mit anderen Männern Geschlechtsverkehr haben, von sexuell übertragbaren Krankheiten betroffen. Den Daten zufolge kommen aber auch bei heterosexuellen Menschen immer häufiger Infektionen vor.
    Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.