
Das teilte Ratspräsident Costa nach Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel mit. Nur Präsident Selenskyj habe die Legitimität, im Namen der Ukraine zu verhandeln, betonte Costa. Ähnlich hatten sich zuvor Bundeskanzler Merz und der französische Präsident Macron geäußert.
Eine telefonische Kontaktaufnahme von Costas Büro zum Kreml hatte bei dem EU-Gipfeltreffen Meinungsverschiedenheiten darüber offenbart, wie die EU mit Russland in dieser Frage umgehen soll. Kommissionspräsidentin von der Leyen mahnte eine gemeinsame Haltung der EU an, sollte Russland an den Verhandlungstisch kommen.
Bei dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs ging es auch um den Plan für den mehrjährigen Finanzrahmen. Der Europäische Rat konnte sich nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen. Nettozahler-Länder wie Deutschland drängen auf ein geringeres Haushaltsvolumen. Irland, das Anfang Juli den Ratsvorsitz übernimmt, soll nun bis Oktober die Arbeiten vorantreiben, heißt es in der Schlusserklärung.
Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
