
Der finnische Ministerpräsident Orpo erklärte, Orban nutze die Ukraine für Wahlkampfzwecke - am 12. April findet in Ungarn die Parlamentswahl statt. Orpo sagte, man habe eine gemeinsame Vereinbarung getroffen. Er glaube, Orban habe die anderen Staats- und Regierungschefs betrogen. Der belgische Regierungschef de Wever nannte das Verhalten Orbans inakzeptabel. Die EU-Außenbeauftragte Kallas meinte, sie sei nicht sehr optimistisch, dass man eine Lösung auf dem Gipfel finden werde.
Hintergrund ist, dass die Druschba-Pipeline nach russischen Angriffen beschädigt ist. Durch diese wird eigentlich russisches Öl durch die Ukraine nach Ungarn gepumpt. Orban wirft der Ukraine vor, die Reparatur zu verzögern. Deshalb blockiert er sowohl ein EU-Darlehen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro als auch ein neues Sanktionspaket gegen Russland. Der ukrainische Präsident Selenskyj sagte inzwischen zu, dass die Pipeline bis Anfang Mai repariert werde.
Nach einem Pressebericht aus Moskau sind die Gespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine zur Beendigung des Krieges ausgesetzt. Als Grund wurde der eskalierende militärische Konflikt im Iran genannt.
Diese Nachricht wurde am 19.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
