Nach Ansturm auf Ceuta
EU-Innenminister beraten über Konsequenzen

Nach dem Ansturm von Migranten auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta kommen die EU-Innenminister heute zu einer Sondersitzung zusammen.

    Geflüchtete stehen am Strand von Ceuta. Sie sind über das Meer von der marokkanischen Küste zu der spanischen Enklave geschwommen. Ein Soldat zeigt ihnen den Weg.
    Die EU-Innenminister wollen über den Migranten-Ansturm auf Ceuta und mögliche Konsequenzen beraten. (imago / ZUMA Press)
    Nach Angaben der irischen Ratspräsidentschaft soll in der Videokonferenz über Konsequenzen aus den Ereignissen beraten werden. Die Sitzung hatten die Staats- und Regierungschefs von 22 EU-Mitgliedstaaten in einem gemeinsamen Schreiben gefordert, darunter Bundeskanzler Merz. Darin heißt es, es solle darum gehen, massenhafte und unkontrollierte Grenzübertritte künftig zu verhindern. Die Ereignisse in Ceuta hatten zu diplomatischen Spannungen zwischen Spanien und anderen EU-Ländern geführt.
    Der Vorsitzende der Linkspartei, Pantisano, forderte von den EU-Staaten Solidarität mit Spanien. Er würde sich wünschen, dass man einen konstruktiven Weg für eine Lösung der Krise finde, sagte Pantisano der "Rheinischen Post".
    In der vergangenen Woche waren zehntausende Menschen von Marokko in das angrenzende Ceuta gelangt. Nach Angaben der spanischen Regierung kehrten fast alle von ihnen wieder zurück.
    Diese Nachricht wurde am 04.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.