
Die ungarische Blockade ist ein zentrales Thema eines Treffens der EU-Außenminister, das derzeit in der belgischen Hauptstadt stattfindet. Der ungarische Ressortchef Szijjarto bekräftigte dort, die geplanten neue Hilfen für die Ukraine sowie ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland zu blockieren. Seine Regierung begründet dies mit dem Vorwurf an die Ukraine, eine Wiederaufnahme von russischen Öllieferungen an Ungarn durch die Druschba-Pipeline zu verhindern.
Bundesaußenminister Wadephul äußerte seinen Unmut über die ungarische Haltung und sprach von "Verrat an der europäischen Souveränität". Polen und Litauen reagierten ebenfalls mit Kritik. Nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kallas wird es heute wohl keine Einigung auf ein neues Sanktionspaket geben. Der anhaltende Widerstand Ungarns habe deutlich gemacht, dass bei dem Treffen in dieser Frage kein Konsens erzielt werden könne, erklärte Kallas.
Der Grünen-Europaabgeordnete Lagodinsky forderte, den Druck auf Ungarn und die Slowakei zu erhöhen. Er sagte im Deutschlandfunk, es sollte rechtlich geprüft werden, ob man ein Land gegebenenfalls aus der EU ausschließen könne.
Diese Nachricht wurde am 23.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




