Biennale in Venedig
EU-Kommission fordert Ausladung Russlands

Der Streit über Russlands Teilnahme an der Kunstbiennale in Venedig in diesem Jahr geht weiter. Wie die österreichische Zeitung "Der Standard" berichtet, hat die EU-Kommission ein Verfahren eingeleitet, sollte die Biennale-Stiftung an der Wiederzulassung Russlands festhalten.

    Der Russische Pavillon bei der Kunstbiennale in Venedig.
    Der Russische Pavillon bei der Kunstbiennale in Venedig im Jahr 2022. (Felix Hörhager / dpa / Felix Hörhager)
    In dem Fall drohe der Stiftung ein Verlust von rund zwei Millionen Euro bis 2028. In einem Schreiben der EU-Kommission heißt es, die Zulassung müsse innerhalb von 30 Tagen widerrufen werden.
    Die Biennale erklärte, man habe nach geltenden nationalen und internationalen Vorschriften gehandelt und keine Regel verletzt. Das werde man noch einmal darlegen. Aus der italienischen Politik gibt es Kritik am Vorgehen der EU. Vertreter der Lega und der Fünf-Sterne-Bewegung werfen Brüssel eine unzulässige Einmischung in die Autonomie einer Kultureinrichtung vor.
    Die Kunstbiennale von Venedig ist eine der wichtigsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.
    Diese Nachricht wurde am 13.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.