Mängel beim Jugendschutz
EU-Kommission geht gegen Snapchat vor

Die EU-Kommission hat eine Untersuchung gegen das Soziale Netzwerk Snapchat wegen Mängeln beim Jugendschutz eingeleitet.

    Eine Illustration der App Snapchat auf einem Smartphone, das auf einer EU-Flagge liegt.
    Die EU-Kommission ermittelt zum Schutz junger Nutzer gegen Snapchat. (Markus Lenhardt / dpa / Markus Lenhardt)
    Eine Voruntersuchung komme zu dem Ergebnis, dass Minderjährige auf der Plattform sexualisierter Gewalt und kriminellen Inhalten ausgesetzt seien, teilte die Kommission in Brüssel mit. Kinder und Jugendliche könnten bei Snapchat von Fremden nach Nacktbildern gefragt oder für kriminelle Banden angeworben werden. Zudem könnten sie Informationen zum Kauf von Drogen erhalten. Das Mindestalter zur Nutzung der App liegt bei 13 Jahren. Die Brüsseler Behörde kritisierte außerdem, dass die Einhaltung nur durch Selbsterklärungen der Nutzer überprüft werde. Snapchat äußerte sich bisher nicht zu den Vorwürfen.
    Diese Nachricht wurde am 26.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.