Klimaschutz
EU-Kommission genehmigt deutsche Milliardenhilfe für Moore

Die EU-Kommission erlaubt Deutschland die Zahlung von Subventionen an Landbesitzer und Bauern zur Renaturierung von Mooren. Wie die Behörde in Brüssel mitteilte, geht es um Staatsbeihilfen in Höhe von etwa 1,3 Milliarden Euro.

    Ein wieder vernässtes Hochmoor in Bayern, dahinter ragt ein Berg in den blauen Himmel. Das Moor hat eine glatte Wasseroberfläche mit viel Gras bewachsen.
    Ein wieder vernässtes Hochmoor in Bayern (picture alliance I blickwinkel I A. Hartl)
    Zur Begründung hieß es, die staatlichen Gelder seien angemessen; die positiven Auswirkungen der Beihilfen würden etwaige Wettbewerbsverzerrungen überwiegen. Die Regelung deckt insbesondere Kosten für Beratung, Investitionen und Ausgleichszahlungen für wirtschaftliche Schäden ab. Die wiedervernässten Gebiete sollen als Kohlendioxid-Speicher dienen, aber zugleich landwirtschaftlich nutzbar bleiben.
    Oft wurden Moore trockengelegt, um die Flächen für klassische Landwirtschaft nutzbar zu machen. Dabei tritt allerdings viel CO2 aus.
    Trockengelegte Moore sind in Deutschland für mehr als sieben Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Auf wiedervernässen Moorflächen sollen künftig etwa sogenannte Paludikulturen entstehen, in denen aus Moor- und Wasserpflanzen Biomasse für die Energiegewinnung erzeugt wird. Die Wiedervernässung von trockengelegten Moorböden bis zum Jahr 2045 soll insgesamt 28 Millionen Tonnen an CO2-Äquivalenten einsparen.
    Bis 2045 will Deutschland klimaneutral sein, also nicht mehr Treibhausgase ausstoßen, als wieder gespeichert werden können.
    Diese Nachricht wurde am 14.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.