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Brüssel
EU-Kommission kontrolliert 19 große Internetplattformen stärker

Die EU-Kommission will große Internetplattformen stärker im Hinblick auf ihre Maßnahmen gegen die Verbreitung von Falschinformationen und Hassbotschaften kontrollieren.

29.04.2023
    TikTok-App auf einem Smartphone
    Die EU-Kommission kontrolliert reichweitenstarke Internet-Plattformen wie zum Beispiel TikTok in Zukunft stärker. (imago / Rüdiger Wölk )
    Dazu zählen unter anderem Twitter, Tiktok sowie die wichtigsten Angebote der US-Konzerne Amazon, Apple, Google, Meta und Microsoft. Wie die Brüsseler Behörde mitteilte, werden insgesamt 19 Plattformen ab Sommer einer jährlichen Prüfung unterzogen. Auf Verlangen müssten sie zudem Einsicht in ihre Algorithmen und Daten gewähren.
    Maßgebliches Kriterium ist eine Reichweite von mindestens 45 Millionen aktiven Nutzern in der EU. Laut Kommission sind derart reichweitenstarke Dienste systemrelevant und damit der direkten Aufsicht der Behörde zu unterstellen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen in Höhe von bis zu sechs Prozent des weltweiten Umsatzes des jeweiligen Unternehmens und im Wiederholungsfall ein Verbot in der EU.
    Diese Nachricht wurde am 25.04.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.