
Geplant ist, dass die jährliche Obergrenze für den CO2-Ausstoß der Industrie ab 2031 langsamer sinkt als bisher vorgesehen. Unternehmen könnten dadurch länger mehr Treibhausgase ausstoßen. Im Gegenzug sollen sie mehr finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie verbindlich in klimafreundliche Verfahren investieren. Vorgesehen ist auch, dass es in bestimmten Bereichen mehr kostenlose Zertifikate gibt. Änderungen am Emissionshandel waren insbesondere von der Industrie gefordert worden.
Die Grünen kritisierten die Vorschläge der Kommission als Rückschlag für den Klimaschutz. Die klimapolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Badum, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, den Emissionshandel jetzt aufzuweichen, bestrafe die Vorreiter und belohne die Sitzenbleiber.
Die Vorschläge der Kommission gehen nun in die Verhandlungen im Rat der 27 EU-Länder und im Europaparlament.
Diese Nachricht wurde am 17.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
