1,3 Millionen Unterschriften
EU-Kommission muss Gaming-Initiative prüfen - dauerhafte Verfügbarkeit von gekauften Spielen gefordert

Die EU-Kommission muss sich mit der Forderung einer europaweiten Bürgerinitiative zu Computer- und Konsolen-Spielen beschäftigen. Die Initiative "Stop Destroying Videogames" fordert, dass gekaufte Spiele dauerhaft spielbar bleiben müssen. Unterstützt wurde der Vorstoß von knapp 1,3 Millionen Menschen.

    Seitenansicht-Porträt einer Frau, die einen Gaming-Controller hält und Videospiele im Neonlicht spielt. Neben ihr sitzt ein Mann, der auch spielt. Beide tragen Kopfhörer und sind konzentriert.
    Manche gekaufte Games sind nur spielbar, bis der Betreiber den technischen Support eingestellt. (IMAGO | Pond5 Images)
    Durch den Erfolg der Initiative ist die EU-Kommission verpflichtet, das Anliegen zu prüfen. Spätestens nach einem halben Jahr muss begründet werden, ob ein neues Gesetz vorgeschlagen wird. Auch im EU-Parlament wird es eine Anhörung dazu geben.
    Hintergrund der Initiative ist, dass manche gekaufte Computer- oder Konsolen-Spiele nur so lange spielbar bleiben, bis der Hersteller den technischen Support einstellt. Außerdem sind manche Games nur spielbar, wenn es eine funktionierende Internetverbindung gibt. Die Initiative argumentiert, dass es in anderen Branchen normalerweise nicht vorkomme, dass ein bereits an den Verbraucher verkauftes Produkt im Nachhinein zerstört werden könne.
    Die Europäische Bürgerinitiative ist ein Instrument der direkten Demokratie, das seit 2012 besteht. Es ermöglicht EU-Bürgern, die Europäische Kommission aufzufordern, einen Gesetzesvorschlag zu einem bestimmten Thema zu erarbeiten. Damit eine Initiative erfolgreich ist, müssen innerhalb eines Jahres mindestens eine Million Unterschriften aus mindestens sieben verschiedenen Staaten gesammelt werden.
    Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.