Umweltschutz
EU-Kommission stellt Emissionshandel auf den Prüfstand

Die EU-Kommission stellt heute ihre Vorschläge für Änderungen am europäischen Emissionshandel vor.

    Es wird erwartet, dass sie auf Forderungen aus der Industrie und zahlreichen EU-Mitgliedsländern eingehen wird, die seit Monaten wegen hoher Energiepreise auf Erleichterungen dringen.
    Der Emissionshandel deckelt die Menge an Kohlendioxid, die Sektoren wie die Chemie- und Stahlindustrie ausstoßen dürfen. Sie müssen dafür CO2-Zertifikate kaufen und können diese untereinander handeln. Wer weniger emittiert, profitiert, und wer viel ausstößt, zahlt mehr. Damit die Emissionen sinken und der Preis steigt, wird bisher jedes Jahr die Zahl der verfügbaren Zertifikate reduziert. Dem bisherigen Gesetz zufolge soll sie 2040 auf Null sinken. Möglicherweise wird die Kommission die Laufzeit nun verlängern. Außerdem fordern Industrievertreter die Ausgabe zusätzlicher Gratis-Zertifikate.
    Diese Nachricht wurde am 17.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.