Möglicher Handelsstopp
EU-Kommission stellt sich nach Trump-Drohungen vor Spanien

Die ​EU-Kommission hat sich nach den Drohungen von US-Präsident Trump mit einem Handelsstopp vor das Mitgliedsland Spanien gestellt.

    US-Präsident Donald Trump spricht während eines Treffens auf dem NATO-Gipfel in Ankara. Er macht eine beschwichtigende Geste.
    US-Präsident Trump auf dem NATO-Gipfel in Ankara (picture alliance/AP Photo/Alex Brandon)
    Ein Sprecher ‌der Behörde verwies auf ⁠bestehende Handelsverträge. Man erwarte, dass die USA ihre Verpflichtungen einhielten. Die Kommission werde die Interessen der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten schützen. Das Büro des spanischen Ministerpräsidenten ⁠Sanchez teilte mit, man werte Trumps Äußerungen als übliches ⁠Gebaren.
    Der US-Präsident hatte auf dem NATO-Gipfel in Ankara eine sofortige Einstellung des Handels mit ⁠Spanien ⁠angeordnet und das Land als "schrecklichen ⁠Partner" bezeichnet. Hintergrund ist die Weigerung der Regierung in Madrid, fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. Zudem weigerte sich Spanien, den USA für den Krieg gegen den Iran ihren Luftraum oder Stützpunkte zur ‌Verfügung zu stellen.
    Diese Nachricht wurde am 08.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.