KI-Chatbots
EU-Kommission verpflichtet Meta zu freiem Zugang von Konkurrenz zum Messenger-Dienst Whatsapp

Die EU-Kommission hat den US-amerikanischen Tech-Konzern Meta verpflichtet, im Messenger-Dienst Whatsapp auch Chatbots von anderen Anbietern kostenlos zuzulassen.

    Das WhatsApp-Logo im Display eines Smartphones
    Seit diesem Jahr ist ein KI-Bot von Meta fest in Whatsapp integriert. (IMAGO / Rene Traut / IMAGO / Rene Traut)
    Meta muss laut einer einstweiligen Anordnung die Vorgaben innerhalb von fünf Tagen anpassen. Die Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das EU-Wettbewerbsrecht laufen zudem weiter.
    Meta hat seit Jahresbeginn einen eigenen Chatbot fest in Whatsapp integriert. Wenn andere Unternehmen selbst einen Chatbot in dem Messengerdienst einbauen wollen, müssen sie derzeit Gebühren zahlen. Die Chatbots werden zum Beispiel dafür genutzt, um Kundenanfragen über Whatsapp zu bearbeiten. Die EU-Kommission erklärte, die Gebühren kämen einer Sperre der Konkurrenz gleich.
    Brüssel befürchtet, dass US-Techkonzerne wie Meta durch ihre Marktmacht europäischen Entwicklern von Künstlicher Intelligenz benachteiligt.
    Diese Nachricht wurde am 09.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.