Chips Act 2.0
EU-Kommission will Chip-Käufe bei europäischen Start-ups fördern

Die EU-Kommission will die Mitgliedstaaten laut einem Medienbericht ⁠dazu bewegen, Halbleiter ⁠von europäischen Start-ups zu kaufen.

    Mitarbeiter des Chipkonzerns Infineon arbeiten im Reinraum der Chipfabrik.
    Produktion von Halbleitern in Chipfabrik in Dresden (Archivbild) (Robert Michael / dpa / Robert Michael)
    Dies geht aus einem Dokument zur Neuauflage des europäischen Chip-Gesetzes hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Das ursprüngliche Gesetz war im Jahr 2023 in Kraft getreten und sollte dafür sorgen, dass das Angebot an Halbleitern in der EU zunimmt. Die Neuauflage konzentriere sich nun auf die Nachfrageseite. ⁠Details sollten Anfang Juni vorgestellt werden, hieß es.
    Wie Reuters weiter schreibt, droht der ursprüngliche Plan zu scheitern, den ​EU-Anteil am globalen Halbleitermarkt bis zum Jahr 2030 auf 20 Prozent zu verdoppeln. Die Chips sind unter anderem in Autos und in elektronischen Geräten wie Waschmaschinen verbaut und werden auch für Entwicklung und Einsatz von Künstlicher Intelligenz benötigt. Eine eigene Halbleiter-Produktion gilt daher als bedeutend für die technologische Souveränität Europas.
    Diese Nachricht wurde am 29.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.