Preisanstieg
EU-Kommission will Düngerkosten mit rund 500 Millionen Euro abfedern

Wegen der gestiegenen Düngerkosten will die EU-Kommission Landwirte mit insgesamt 500 Millionen Euro unterstützen.

    Ein Landwirt fährt mit einer Dünger- und Pestizidspritze über ein Feld mit jungem Getreide in Sieversdorf im Landkreis Oder-Spree.
    Dünger ist deutlich teurer geworden. (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)
    Dafür soll die Agrarreserve der sogenannten Gemeinsamen Agrarpolitik aktiviert werden. Diese umfasst laut dem zuständigen EU-Kommissar Hansen noch gut 200 Millionen Euro. Die Kommission schlägt außerdem vor, dass die Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament die Reserve um 300 Millionen Euro aufstocken. Das geht aus dem Vorschlag zum EU-Berichtigungshaushalt hervor. 
    Die EU-Kommission hatte im Mai ein Unterstützungspaket angekündigt. Wie viel Geld zusätzlich an die Landwirte fließen soll, war bislang nicht bekannt. 
    Insbesondere der Preis für Stickstoffdünger ist stark von Erdgas abhängig und angesichts des Kriegs im Nahen Osten und der Sperrung der Straße von Hormus gestiegen. Bis Ende Mai 2027 wurden in der EU bereits die Zölle für bestimmte Stickstoffdüngemittel ausgesetzt.
    Diese Nachricht wurde am 10.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.