Entscheidung liegt bei den Mitgliedstaaten
EU-Kommission will Verbot von "Konversionstherapien" vorschlagen

Die Europäische Kommission will den EU-Mitgliedsstaaten ein Verbot von sogenannten Konversionsbehandlungen vorschlagen.

    Eine Regenbogenfahne flattert an einem Mast im Wind. Das Sonnenlicht scheint durch den Stoff der Fahne.
    Die Europäische Kommission kritisiert Praktiken zur vermeintlichen Heilung von Homo- und Transsexualität scharf. (picture alliance / VisualEyze)
    Dabei handelt es sich um Praktiken, die Menschen von ihrer sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität oder dem Geschlechtsausdruck abbringen sollen. Die Brüsseler Behörde reagiert mit ihrem Vorstoß auf eine Europäische Bürgerinitiative mit mehr als 1,1 Millionen Unterstützerinnen und Unterstützern. Solche Eingriffe beruhten auf der falschen Vorstellung, dass LGBTIQ+-Menschen krank seien, sagte die zuständige EU-Kommissarin für Gleichberechtigung, Lahbib. Die Folgen dieser schädlichen Maßnahmen können demnach langfristige psychische und körperliche Schäden sein.
    In Deutschland sind Praktiken zur vermeintlichen Heilung von Homo- und Transsexualität bei Kindern und Jugendlichen seit 2020 verboten, an Erwachsenen aber unter bestimmten Umständen erlaubt. Die für Mitgliedsstaaten nicht verbindliche Empfehlung will die EU-Kommission im nächsten Jahr verabschieden.
    Diese Nachricht wurde am 13.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.