Hohe Düngerpreise
EU-Kommission will zusätzliche Hilfen an Bauern zahlen

Angesichts hoher Düngerpreise infolge des Iran-Kriegs will die EU-Kommission zusätzliche Hilfen an Bauern zahlen, um Ernteausfälle und höhere Lebensmittelpreise abzuwenden.

    Luftaufnahme landwirtschaftlicher Flächen mit flickenteppichartigen Feldern.
    Der Iran-Krieg sorgt für Knappheit bei Düngemitteln. Die EU-Kommission will den Bauern helfen. (Picture Alliance / JOKER / Hady Khandani)
    EU-Agrarkommissar Hansen sagte in Straßburg, es gebe Gelder aus einer Notfallreserve. Europa müsse selbst mehr produzieren und weniger von anderen abhängig sein. In den nächsten Wochen will die Kommission ein zusätzliches Hilfspaket aus dem übrigen EU-Haushalt vorschlagen.
    Seit Beginn des Iran-Kriegs sind die Preise für Düngemittel deutlich gestiegen, weil die Länder der Golfregion wichtige Lieferanten sind. Hier wird fast ein Viertel des weltweiten Ammoniaks und Schwefels produziert und ein Drittel des Harnstoffs.
    Bauernverbände fordern allerdings noch weitergehende Hilfen, etwa einen umfangreichen Investitionsplan für die Produktion von Düngemitteln in Europa. Die G7-Finanzminister wollen beim Gipfeltreffen im Juni ebenfalls einen Aktionsplan vorstellen.
    Diese Nachricht wurde am 19.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.