Lage in Ceuta
EU-Länder diskutieren über Konsequenzen

Nach der Ankunft Zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta werden in der Europäischen Union Forderungen nach Konsequenzen laut.

    Menschen schwimmen im Meer und klettern auf einen Felsen, auch Sicherheitskräfte sind vor Ort
    Menschen im Meer an der Küste Ceutas (picture alliance / Anadolu | Marcos Moreno)
    Bundeskanzler Merz forderte Spanien auf, die Situation in Ceuta schnellstmöglich in den Griff zu bekommen und die Außengrenzen zu schützen. Von Marokko verlangte Merz, unerlaubt eingereiste Personen unverzüglich wieder zurückzunehmen. Österreichs Bundeskanzler Stocker kritisierte, Spaniens Migrationspolitik habe sich als - Zitat - "Anreiz für illegale Migration erwiesen". Die italienische Regierungschefin Meloni forderte, Spanien aus dem Schengen-Raum auszuschließen. Zuspruch dafür bekam sie von der finnischen Innenministerin Rantanen sowie Dänemarks Ministerpräsidentin Frederiksen. Frankreichs Innenminister Nunez ordnete an, die Kontrollen an der Grenze zu Spanien zu verstärken.
    Spaniens Regierungschef Sánchez machte Menschenhändler für die Lage in der Exklave verantwortlich. Von den etwa 60.000 Migranten, die in den vergangenen Tagen Ceuta erreicht hatten, sollen etwa 25.000 schon wieder nach Marokko zurückgekehrt sein - nach offiziellen Angaben freiwillig.
    Diese Nachricht wurde am 31.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.