
Österreichs Bundeskanzler Stocker bezeichnete die Politik der spanischen Regierung wörtlich als "Anreiz für illegale Migration". Er zog temporäre Schließungen der Schengen-Grenzen in Betracht. Italiens Regierungschefin Meloni forderte, Spanien vorerst aus dem Schengen-Abkommen auszuschließen. Unterstützung dafür kam aus Finnland und Dänemark. Frankreich verstärkte seine Kontrollen an der Grenze zu Spanien. Präsident Macron bot Spanien aber auch Unterstützung bei der Bewältigung der Lage an, ebenso der britische Premierminister Burnham. Bundeskanzler Merz forderte Spanien auf, die Situation schnellstmöglich in den Griff zu bekommen und die EU-Außengrenzen zu schützen.
In den vergangenen Tagen hatten etwa 60.000 Migranten Ceuta erreicht. Beim Grenzübertritt kamen nach neuen Angaben mindestens 57 Menschen ums Leben. Spaniens Regierungschef Sánchez warf Menschenhändlern vor, für die Lage in der Exklave verantwortlich zu sein. Inzwischen sollen bereits mehr als 37.000 Menschen nach Marokko zurückgekehrt sein.
Diese Nachricht wurde am 31.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
