Lage in Ceuta
EU-Länder fordern Konsequenzen - Mehr als 37.000 Migranten wieder ausgereist

Nach der Ankunft zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta werden in der EU Forderungen nach Konsequenzen sowie Kritik an Spaniens Migrationspolitik laut.

    Menschen schwimmen im Meer und klettern auf einen Felsen, auch Sicherheitskräfte sind vor Ort
    Menschen im Meer an der Küste Ceutas (picture alliance / Anadolu | Marcos Moreno)
    Österreichs Bundeskanzler Stocker bezeichnete die Politik der spanischen Regierung wörtlich als "Anreiz für illegale Migration". Er zog temporäre Schließungen der Schengen-Grenzen in Betracht. Italiens Regierungschefin Meloni forderte, Spanien vorerst aus dem Schengen-Abkommen auszuschließen. Unterstützung dafür kam aus Finnland und Dänemark. Frankreich verstärkte seine Kontrollen an der Grenze zu Spanien. Präsident Macron bot Spanien aber auch Unterstützung bei der Bewältigung der Lage an, ebenso der britische Premierminister Burnham. Bundeskanzler Merz forderte Spanien auf, die Situation schnellstmöglich in den Griff zu bekommen und die EU-Außengrenzen zu schützen.
    In den vergangenen Tagen hatten etwa 60.000 Migranten Ceuta erreicht. Beim Grenzübertritt kamen nach neuen Angaben mindestens 57 Menschen ums Leben. Spaniens Regierungschef Sánchez warf Menschenhändlern vor, für die Lage in der Exklave verantwortlich zu sein. Inzwischen sollen bereits mehr als 37.000 Menschen nach Marokko zurückgekehrt sein.
    Diese Nachricht wurde am 31.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.