
Die Botschafter der 27 Länder einigten sich darauf, das Gesetz zu Künstlicher Intelligenz entsprechend zu ergänzen. Brüssel reagiert damit auch auf die Verbreitung von Chatbots wie Grok. Mit diesem waren auf Anweisung von Nutzern Millionen von KI-Bildern generiert und verbreitet worden, auf denen Frauen und Kinder nackt oder wenig bekleidet dargestellt wurden. Der EU-Abgeordnete Sergey Lagodinsky betonte, dass es bei der Initiative "nicht nur um einzelne Skandale wie Grok" gehe: "Es geht darum, wie viel Macht wir bereit sind, der KI zu geben, um Menschen zu erniedrigen."
Mehrere Länder leiteten Untersuchungen gegen Grok ein oder sperrten das Tool, das auf der Online-Plattform X integriert ist. X erklärte, es werde Maßnahmen ergreifen, um die Erstellung solcher Bilder zu stoppen. Mitte kommender Woche berät voraussichtlich der zuständige EU-Parlamentsausschuss über das Thema.
Grundlage ist das EU-Gesetz über digitale Dienste. Mit dem Gesetz nimmt die EU große Internetplattformen in die Pflicht, verbotene Inhalte zu löschen. Dazu gehören sexualisierte Bilder, Kinderpornografie, Morddrohungen und Nazi-Symbole, die im Internet ebenso verboten sind wie auf der Straße. X erklärte, es werde Maßnahmen ergreifen, um die Erstellung solcher Bilder zu stoppen.
Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
