Wegen Verfassungsänderung
EU leitet Vertragsverletzungsverfahren gegen die Slowakei ein

Die EU-Kommission hat ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Slowakei eingeleitet.

    Die Fahnen der Europäischen Union wehen vor dem Sitz der EU-Kommission in Brüssel.
    Die EU-Kommission in Brüssel leitet ein Verfahren gegen die Slowakei ein. (picture alliance | dpa | Alicia Windzio)
    Wie die Behörde in Brüssel mitteilte, geht es um eine im September erfolgte Änderung der slowakischen Verfassung. Mit dieser schränkt die Regierung von Ministerpräsident Fico die Rechte von gleichgeschlechtlichen Paaren und Trans-Personen ein. So werden als Geschlechter nur noch männlich und weiblich akzeptiert. Zudem wurde festgelegt, dass Entscheidungen zu Familienleben, Bildung und Sprache ausschließlich in die Kompetenz der nationalen Gesetzgebung fallen. Experten hatten gewarnt, dass Fico damit den Vorrang von EU-Recht infrage stelle.
    Diese Nachricht wurde am 21.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.