
Jetzt müssten die Mitgliedstaaten gemeinsam mit der Kommission alles daransetzen, dass es auch funktioniere. Die EU habe in der Flüchtlingskrise vor zehn Jahren viel Verantwortung im Bereich Migration übernommen. Damals habe es kein System gegeben, keine Regeln. Nun gehe es darum, die Kontrolle zurückzugewinnen, betonte Brunner. Dafür sei der Pakt eine gute Grundlage.
Der EU-Kommissar führte aus, die Zahlen der ankommenden Flüchtlinge und der Asylanträge müssten weiter zurückgehen. Wichtig sei, dass die Menschen wieder das Gefühl hätten, dass es faire, aber entschlossene Systeme gebe.
Die Mitgliedsländer müssten darauf vorbereitet sein, insgesamt 60.000 Asylanträge in den kommenden zwölf Monaten an den Außengrenzen zu prüfen, sagte Brunner. Davon hänge ab, ob der Solidaritätsmechanismus zwischen den 27 EU-Ländern aufgehe. Wenn der Migrationspakt funktioniere, könnten auch die Grenzkontrollen in Deutschland schrittweise zurückgefahren werden, betonte der österreichische Politiker.
Die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) tritt nächsten Freitag in Kraft.
Diese Nachricht wurde am 05.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
