Brüssel
EU-Mitgliedsländer für Wiedereinführung der sogenannten Chatkontrolle

In der EU sollen Messengerdienste bei der Bekämpfung von sexueller Gewalt gegen Kinder wieder in privaten Chats nach Hinweisen suchen dürfen.

    Ein Mann verschickt auf einem Smartphone eine Chatnachricht
    Im Kampf gegen sexuelle Gewalt gegen Kinder ist Messengerdiensten wieder die sogenannte Chatkontrolle erlaubt. (imago / photothek / Ute Grabowsky)
    Nach dem Europaparlament stimmten auch die Mitgliedsländer für die Wiedereinführung der sogenannten Chatkontrolle, berichtete die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Regierungsvertreter. Von den europäischen Datenschutzregeln werde dazu eine bis 2028 befristete Ausnahme gemacht, hieß es. Fortan können Anbieter wie Microsoft, Google oder Meta in Chats mit bestimmten Software-Programmen erneut automatisiert nach Bildern oder Videos mit sexueller Gewalt gegen Kinder suchen lassen.
    Die generelle sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in den Kurznachrichtendiensten bleibt den Angaben zufolge von der Ausnahmeregelung unberührt.
    Diese Nachricht wurde am 23.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.