
Die Zölle waren im vergangenen Jahr im Zuge des Handelsstreits mit den USA ausgearbeitet worden. Nach der Einigung auf ein Handelsabkommen sollten sie ausgesetzt werden, was aber formal noch nicht abschließend geschehen ist. Wie ein Sprecher der Europäischen Kommission nun in Brüssel mitteilte, soll die entsprechende Verordnung für weitere sechs Monate auf Eis gelegt werden. Sie wäre sonst am 7. Februar automatisch in Kraft getreten.
Die EU hatte die Zölle-Drohung als Druckmittel eingesetzt, nachdem US-Präsident Trump seinerseits Strafzölle auf Waren aus Dänemark und weiteren Ländern angekündigt hatte, weil diese seine Besitzansprüche auf Grönland nicht akzeptieren wollten. Nach einem Gespräch mit NATO-Generalsekretär Rutte in Davos entschärfte Trump den Konflikt aber unerwartet und nahm die Strafzollankündigung zurück.
Diese Nachricht wurde am 23.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
