
Produkte aus bestimmten gentechnisch veränderten Pflanzen dürfen im Supermarkt künftig ohne spezielle Kennzeichnung verkauft werden. Dabei geht es um sogenannte Neue Genomische Techniken. Dazu wird bei Pflanzen eine begrenzte Anzahl gentechnischer Eingriffe vorgenommen, um etwa herkömmliche Züchtung zu beschleunigen. Pflanzen aus dieser Kategorie müssen dann nur noch auf dem Saatgut gekennzeichnet werden. Aufwendige Umweltprüfungen vor der Zulassung entfallen. Für Sorten mit mehr genetischen Veränderungen bleiben die Vorschriften strenger. Die EU-Staaten hatten bereits im Dezember grünes Licht für die Änderungen gegeben. In zwei Jahren sollen sie angewendet werden.
Bei der Entwicklung neuer Sorten könnte Gentechnik dann häufiger zum Einsatz kommen. Befürworter erhoffen sich dadurch auch neue, krankheitsresistentere Pflanzen, die besser mit Dürren zurechtkommen und weniger Dünger benötigen. Kritiker befürchten, dass gentechnisch veränderte Pflanzen bei Wind auch auf fremde Äcker getragen werden könnten.
Diese Nachricht wurde am 17.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
